1. Pfotentreffen am 01.09.2007
Zu unserer Überraschung war die Resonanz auf unserem 1. Pfotentreffen sehr groß. Mehr als 100 Personen waren angemeldet, und 50 Hunde wurden erwartet. Die ersten Gäste erreichten gegen 13 Uhr den Hundeplatz in Eggebek. Der Kaffee war schon fertig und Kuchen gab es zur Stärkung auch. Es war schon ein super schönes Gefühl die Hunde, die man von Vermittlungsfotos kennt, live zu erleben.
Manche hatten das Fell jetzt länger oder aber waren plötzlich glatthaarig statt zauselig. Immer noch reisten Menschen mit Vierbeinern an, sodass man etwas verspätet zum geplanten Spaziergang aufbrach. Es gab für jeden Besucher viel zu entdecken. Die Hunde untereinander hatten reichlich Spaß, und die Zweibeiner kannten sich oft noch aus dem Tierheim.
Die Technik forderte uns heraus, dass mit den Bildern auf der Leinwand wollte einfach nicht funktionieren. Irgendwie ein liebevolles Chaos, mit Hunden die größer als das Buffet ihre Nase an den Kuchen hielten und enttäuscht schauten, als wir sie wegschickten.
Ein riesiges Gruppenfoto dokumentiert das erste Pfotenhilfe Ungarn Treffen. Nachdem Elke Otte alle anwesenden Vermittler vorgestellt hatte, wurden die aus Ungarn angereisten Mitarbeiter des Tierheimes Kecskemèt und Marina Ruschtizka vom TSV Bubastis, mit Applaus begrüßt. Gabor Izsak sprach dann noch über die derzeitige Situation in Kecskemèt.
Darüber, dass zur Zeit immer noch viele Welpen sterben, die medizinische Versorgung und auch Nachsorge sehr zu verbessern ist. Er bedankte sich bei allen, die helfen die Not dort zu lindern. Nicht nur für uns Vermittler war es bewegend diesen Menschen, am anderen Ende der Leitung, real zu begegnen. Anna und Gabor dolmetschten, es gab keinerlei Berührungsängste oder Sprachbarirreiren.
Für die ungarische Mannschaft wird es mit Sicherheit auch ein großer Moment gewesen sein, „Ihre“ Hunde so wohlauf und munter zu erleben. Ein Highlight hatte Elke dann noch. Sie überreichte eine großzügige Spende von 530 Euro, die uns zuvor von einem unserer Pfoteneltern überreicht wurde, direkt an Gabi. „Als Grundstein für ein Welpenhaus!“
Wir hoffen sehr, dass wir schnellst möglich dieses bauen können, um einen Raum zu erhalten, der desinfiziert werden kann, damit Keime und Viren keine Chance haben sich auszubreiten.
Der Loseverkauf der Tombola boomte, jeder hatte die Chance für 50 Cent ein kleines oder großes Präsent zu gewinnen. Rosi Detjens startete mit einer Truppe auf dem zuvor aufgebauten Agilityparcour und erklärte worauf es ankommt und wie es aussehen sollte. Das war sehr informativ und sicherlich auch sehr anstrengend für die Hundeführer.
Immerhin schwirrten ja auch die ungarischen Hunde auf dem Platz umher. Inzwischen hatte der Mensch über die Technik gesiegt; im Festzelt liefen Fotos aus Kecskemèt an der Leinwand. Man konnte Fragen dazu loswerden, oder einfach dem Redenden zuhören.
Für die jungen Besucher gab es einen Pavillon mit vielerlei Möglichkeiten. Man konnte sich schminken lassen, oder aber jonglieren üben, Skilaufen mit mehreren, und an einem Stock sein eigenes Brot ausbacken. Das Kinderprogramm wurde gut angenommen. Bald liefen Katzen und Spinnengesichter, blaue Schmetterlinge und Herzen über den Festplatz.
Der Tombolastand war hart umlagert. Jeder wollte seine Preise abholen und ausprobieren. Gefachsimpelt wurde wirklich auf dem ganzen Platz. Zum Glück hatten wir ein Mikrofon. So konnte Angelika Winzer die Wahl der schönsten Hündin und des schönsten Rüden hörbar moderieren. Die beiden Siegerhunde bekamen Pokale und einen kräftigen Applaus.
Zeitgleich wartete „Uns Dieter“ schon in „Böser-Bube-Klamotte“. Ein Polizeihund stand uns mit seinem Führer zur Verfügung. Diesmal erklärte Gabor worum es bei der Arbeit mit diesen Hunden geht, wie man dem Hund Zeichen und Signale gibt. Es war eine ebenso umfangreiche Vorstellung wie die Agility-Vorführung und die Menschen waren fasziniert von der Schutzhund - Arbeit zwischen Mensch und Hund.
Das Wetter hatte ein Einsehen, es blieb tatsächlich trocken, wenn man von 5 Tropfen absah. Eine Kerze in einer Laterne brannte als Symbol für alle Tiere, denen wir nicht mehr helfen konnten und für die wir uns doch verantwortlich fühlen. Irgendwie waren die Stunden zu kurz, und als der Grill bereit war waren viele Hunde samt Besitzer wieder auf dem Heimweg.
Manche haben wirklich keine Strecke gescheut um zu uns zu reisen. Andere haben im Norden Quartier bezogen und sind dann erst am Sonntag wieder abgereist.
So viele Menschen und so viele Hunde aus so vielen Städten, Dörfern und Ländern haben sich getroffen um Eines gemeinsam zu erreichen. Hilfe und nochmal Hilfe für in Not geratene Tiere. Nicht wegsehen, sondern gemeinsam anpacken- egal wo man gerade steht. Jeder mag das geben, was er kann. Wenn viele ein wenig Kraft spenden und diese bündeln, wird daraus ein unhaltbares Großes.
Größer als Grenzen und Länder und stärker als man sich vorstellen kann. Es war für uns ein ganz großer Tag, der uns sicher gezeigt hat das wir auf einem guten Weg sind. Wir möchte uns bei allen Beteiligten bedanken, und bei den Organisatoren, dem Festausschuß, dem Vorstand, den Kindern, den Menschen… .. wir können sie gar nicht alle aufzählen.
Alle haben Ihren Teil dazu beigetragen, dass dieses erste Treffen ein Erfolg war. Ich persönlich werde weitermachen um diese Fellnasen auch im nächsten Sommer über den Rasen rennen zu sehen. Um einer Hurka zu begegnen und in die feuchten Augen meiner Kolleginnen zu blicken, wenn sie einem „Ihrer“ Hunde durchs nachgewachsene Fell streicheln.
Bericht von Christine Hartung-Czaja
Artikel vom Flensburger Tageblatt
In der Ausgabe vom 04.09.07 wurde im Flensburger Tageblatt über uns und dem Hundetreffen berichtet.
Den Artikel hier zu lesen als PDF Datei.
Brief von Attila zum Pfotentreffen
Den Brief können Sie hier als PDF Datei lesen.






















