Anton
Armer Anton!
Jeden Tag blutet unser Herz, wenn wir sehen, wie schlecht es Dir immer noch geht. Du sollst endlich wie ein normaler, gesunder Hund von 2 Jahren spielen und tollen können. Manchmal machst Du Anzeichen mitzumachen und merkst dann aber schnell, dass Du nicht so fit bist, wie die anderen Hunde. Deine geschwollenen, blutigen Pfoten und Dein entzündetes Hinterteil tut einfach zu weh. Dann hörst Du auf, lässt den Kopf wieder hängen und zitterst in seinem Körbchen, während die anderen Hunde umherlaufen und spielen. Dabei könnte es so schön sein, jetzt wo Du in Deiner neuen Heimat angekommen bist. Aber Du trägst noch soviel Hundeleid auf den Schultern. Nach alledem bist Du trotzdem der beste Hund, den man sich nur vorstellen kann. Deine Liebenswürdigkeit hat unsere Herzen direkt im Sturm erobert. Immer suchst Du unsere Nähe, zu jedem bist Du freundlich und wenn Dir dann jemand aus Versehen auf Deine dicken Tatzen tritt, schreist Du auf, und es blutet sofort, weil Deine Haut dünn wie pergament ist und Deine Hautgefäße gebrechlich wie Glas sind. Sonst erträgst Du Dein Leid ganz still, nie beschwerst Du Dich. Lässt all die Waschungen und Behandlungen über Dich ergehen und nur Dein Bibbern verrät, wie sehr das Milbengift auf Deiner kranken Haut brennt. Als Du kamst, warst Du ein Schatten Deiner selbst. Haut und Knochen und das Blut lief nur so aus Deinen Beinchen. Wir dachten, dass wir es im Griff hätten, da Du schnell 10 kg zugenommen hattest und fröhlicher wurdest. Die nässenden Stellen gingen zurück. Dann der Rückfall. Deine Hautfunktionen und Deine Hautschutzbarriere war noch zu gebeutelt von dem langen Milbenbefall und konnte sich nicht gegen die Kokken, Pilze und Colibakterien, die sich ausgebreitet haben, alleine wehren. Und dann dieser Juckreiz. Dein Körper besteht nur aus blutigen Krusten. Dein Fell ist dünn und stumpf. Du beisst Dich fast permanent und so fest, dass Hämatome entstanden sind. Wenn uns andere Hundebesitzer Dich beim Gassi-gehen sehen, sagen sie meist "Der ist aber schon alt.". "Nein, er ist erst zwei..." antworten wir dann traurig. Deine Krankheit lässt Dich viel älter aussehen. Aber wir wollen nicht aufgeben. Wir haben gemerkt, dass Du Glücksmomente erlebst und daher geben wir die Hoffnung nicht auf, dass wir Dir doch einmal ein beschwerdefreies Leben ermöglichen können! Antons Behandlung gestaltet sich schwierig und äußerst langwierig. Die erste Tierarztrechnung mit Medikamenten, Labortests etc. schlug mit 600,-- zu Buche, 500,-- folgen noch. Anton wird jetzt mit einem Langzeitantibiotikum, Dectomax & einer homöopathischen Aufbaukur behandelt und wir bemerken seit gestern eine kleine Linderung seiner Beschwerden.
Deine Familie
Anton hat zwei liebe Paten gefunden





