Reisebericht Dagmar Sieg
Pünktlich um Mitternacht sind wir (Elke Otte, Rosi Detjens und ich) in der Nacht von Donnerstag auf Freitag gestartet, beladen mit 1,5 t Futterspenden für das Tierheim in Kecskemet. Diesmal hatte uns die Firma Eiltransporte Schumann sogar einen nagelneuen Transporter (mit Radio!) kostenlos zur Verfügung gestellt. Vielen Dank, lieber Fips! Was wären wir nur ohne Deine Großzügigkeit.
Die Autobahn war trotz des Osterwochenendes ziemlich leer und so kamen wir gut voran. Unterwegs haben wir dann noch reichlich Futterspenden für den TSV Bubastis entgegengenommen. Vielen Dank, Anne!
Während Elke und Rosi (letztere hatte früher sogar mal einen Lkw-Führerschein) das Fahren von Transportern schon gewöhnt sind, war das Ganze für mich anfangs wirklich gewöhnungsbedürftig, nehme ich für gewöhnlich beim Autofahren doch eher eine halbliegende Position ein. Na ja, was solls, was tut man nicht alles, um ein paar Fellnasen zu einem besseren Leben zu verhelfen...
Am Freitag vor der Reise hatte ich noch einen halbblinden, alten Hund aus Kecskemet glücklich vermittelt. Kaum waren wir in Österreich, erreichte uns ein Anruf von Gabor (unserem Dolmetscher vor Ort in Kecskemet), dass Bogis Tollwut-Schutzimpfung am 3. März abgelaufen sei. Das war ein echter Schock, denn ohne gültige Tollwut-Impfung konnten wir Bogi nicht mitnehmen. Das war das erste, aber leider nicht das letzte Mal, dass ich auf dieser Reise völlig verzweifelt war.
Geplant war, dass wir die Futterspenden, die für Marina vom TSV Bubastis bestimmt waren, am Grenzübergang Nickelsdorf übergeben sollten. Da dort aber Stau war, haben wir kurzerhand umdisponiert und sind über den Grenzübergang Klingenbach direkt zu Marina gefahren. Das war auch gut so, denn dank Marinas Idylle hat sich mein angekratztes Nervenkostüm wieder etwas beruhigen können.
Um ca. 15.00 Uhr trafen wir bei Marina ein und haben uns erst einmal alles zeigen lassen. Marina verfügt nur über begrenzte finanzielle Mittel und für die Menge der Katzen und Hunde, die sie ständig aus der Tötung rettet, über zu wenig Platz. Trotzdem machen alle Tiere dort einen zufriedenen, glücklichen Eindruck. Marina ordnet ihre eigenen Bedürfnisse dem Wohle der Tiere komplett unter und nicht zuletzt dafür verdient sie, wie ich finde, unser aller Hochachtung. Wir werden Marina weiterhin nach Kräften unterstützen.
Bei Marina standen auch die Hunde, die sie aus der Tötung geholt hatte und die uns nach Deutschland begleiten sollten. Trotz der viel zu kleinen Gehege waren alle fröhlich und ausgelassen. Und da Marina für die beiden JR-Welpen aus der Tötung bislang nur Anfragen von Züchtern aus Österreich bekommen hatte, haben wir uns kurzerhand entschlossen, auch diese beiden Zwerge mit nach Deutschland zu nehmen, so dass wieder Platz frei wird für neue Fellnasen.
Übrigens hatte Marina dem etwas zu gut genährten Hyäne, wenn ich das an dieser Stelle mal erwähnen darf, vorsichtshalber einen Maulkorb aufgesetzt. Hyäne kommt ähnlich wie meine Donut aus extrem schlechter Haltung und reagiert auf Fremde angstaggressiv. Ist der Besucher gar ein Mann und spricht ungarisch, rastet Hyäne komplett aus. Leicht vorstellbar, warum.
Auf unserem Terminplan stand noch ein Besuch bei Rudi, einem alten Freund von mir, der in Györ/Ungarn ein Heim für schwer erziehbare Kinder und Jugendliche aus Deutschland leitet, und so mussten wir uns schweren Herzens schon bald von Marina verabschieden.
Um 18.30 h trafen wir dann - mittlerweile schon ziemlich erschöpft - endlich bei Rudi ein. Da wartete dann die nächste Überraschung in Gestalt von Doris auf uns: Sie wohnt im selben Ort wie Rosi und hat seinerzeit mit ihrem Labrador bei mir einen Unterordnungskurs besucht. Wie klein die Welt doch ist!
Das von Rudi ins Auge gefasste eigene Tierheim-Projekt lässt sich leider nicht realisieren. Trotzdem hat sich der Besuch bei ihm gelohnt und wenn es auch nur deshalb ist, um zu sehen, dass es mitten in Ungarn jemanden gibt, der seinen Hunden (Rudi hat einen DSH aus Deutschland und drei ungarische Straßenhunde) einen eigenen Swimmingpool zur Verfügung stellt!
Völlig erschöpft und hundemüde trafen wir so gegen 22.30 Uhr in unserer Unterkunft auf einem Reiterhof ein, wo wir von einem Angestellten erwartet wurden, der uns wort- und grußlos und ohne auch nur eine Miene zu verziehen quer über die ganze Anlage zu unseren Zimmern führte. Es schien ihn auch nicht zu interessieren, ob wir ihm nun folgten oder nicht. Leichtfüßig schritt er auf den kaum ausgeleuchteten Wegen voran, während wir gepäckbeladen versuchten, den Anschluss zu halten. Ich habe innerlich gekocht vor Wut. Am liebsten hätte ich dem Kerl den Hals umgedreht.
Zu allem Überfluss fristeten direkt vor unserer Zimmeranlage Kettenhunde ihr Dasein. Zum Glück für den anscheinend taubstummen Wachmann (oder was immer er auch für eine Funktion gehabt haben mag), habe ich die Hunde erst am nächsten Morgen entdeckt. Gehört haben wir sie aber die ganze Nacht. Auch deshalb war unser Schlaf sehr unruhig. Hinzu kam, dass Rosi und ich gerne bei offenem Fenster schlafen. Bettdecken gab es aber nicht, sondern nur bessere Bettlaken. Also haben wir auch noch gefroren wie die Schneider.
Und wer nun glaubt, dass wir wenigstens durch ein schönes Frühstück (im Zimmerpreis übrigens enthalten) belohnt wurden, der irrt leider.
Der erste Weg führte uns deshalb erst einmal in ein großes Einkaufszentrum in Cegléd, wo wir uns mit leckerer ungarischer Salami und Brötchen eingedeckt haben. Danach ging es zum Tierheim Cegléd, wo 15 Fellnasen für uns reserviert waren. Außerdem sollte uns aus einem anderen ungarischen Tierheim noch Walter, der Westie, gebracht werden, der an einer Allergie leidet und in Deutschland wieder "auf Vordermann" gebracht werden soll. Und da die beiden Geschwister von Sally sonst ganz allein dort geblieben wären, haben wir die beiden Welpen auch noch auf unsere Transportliste gesetzt.
Wer bislang nur deutsche Tierheime gesehen hat, für den ist der Gang durch das Tierheim Cegléd nur schwer zu ertragen. Und obwohl sich das Tierheim-Personal dort wirklich sehr viel Mühe gibt und dank des Teams von Perrera e.V. sich schon vieles zum Besseren gewandt hat, treibt einem der Anblick der vielen Hunde in armseligen Zwingern und dunklen Verschlägen doch das Wasser in die Augen.
Gegen 13.00 Uhr sind wir dann zu "unserem" Tierheim in Kecskemet aufgebrochen. Dort sind die Zustände leider noch sehr viel schlimmer. Das Tierheim ist an die ehemalige Tötung gebaut worden, die jetzt als Quarantänestation für Neuzugänge dient. Tierheim und Quarantäne sind durch einen Flechtzaun getrennt. Nach dem Lärm dort zu urteilen, ist die Quarantäne voll. Und wer schon einmal eine Tötungsstation von innen gesehen hat, der weiß, dass die Hunde in viel zu engen Käfigen sitzen, keinen Bewegungsspielraum haben. Immer wieder habe ich einen kleinen Hund aus Todesangst schreien hören. Ich bin fast wahnsinnig geworden deswegen. Aber man wollte mich partout da nicht 'reinlassen. Das wird schon seinen Grund gehabt haben...
Übrigens: Es wird mit einem gewaltigen Ansturm auf die ungarischen Tierheime und Tötungen zu rechnen sein. Denn in Ungarn ist ein neues Gesetz erlassen worden, nach welchem jeder Hund geimpft sein muss. Solch eine Impfung kostet umgerechnet 10,00 EUR. Soviel will man dort aber nicht in einen Hund investieren. Wohin also mit ihm? Ab ins Tierheim oder Tötung, will man nicht selbst Hand anlegen, was auch zum Alltag in Ungarn gehört.
Nachdem wir die Futterspenden ausgeladen haben, sind wir an die Transportvorbereitung gegangen. Boxen zusammenbauen, im Transporter aufstellen bzw stapeln und fixieren, überlegen, welcher Hund in welche Box kommt usw.. Zwischendurch ist Elke mit Gabor schon mal ins Büro gegangen, um die Transport-Papiere fertig zu machen. Von Bogi, dem alten, halbblinden und bereits vermittelten Hund, übrigens keine Spur. Der Hund, dessen Tollwutschutz angeblich abgelaufen war, war zwar auch klein, aber schwarz. Trotzdem wir ein erst kürzlich von Gabor gemachtes Foto von Bogi gezeigt haben, konnte (oder wollte?) sich niemand dort an ihn erinnern. Unsere Frage nach einer anderen "armen, alten Socke" wurde mit einem Achselzucken beantwortet.
Damit so etwas wie mit dem kleinen Bogi nicht noch einmal passieren kann, wird zur Zeit vom Tierheim Kecskemet eine Datenbank erstellt, in welcher alle Hunde erfasst sind. Alle Kecskemet-Hunde werden zusätzlich auf unserer Homepage vorgestellt. Wir bekommen einen direkten Zugang. Sobald sich ein Interessent meldet, wird der betreffende Hund als "reserviert" markiert und darf dann nicht mehr in Ungarn vermittelt werden. So können wir verhindern, dass die Fellnase an der Kette endet oder irgendwann doch wieder "entsorgt" wird.
Während Elke noch immer mit den Ladepapieren beschäftigt war, starteten Rosi und ich dann endlich unseren Rundgang. Was wir zu sehen bekamen, war wirklich das Grauen schlechthin. Die meisten Hunde waren in Gehegen in viel zu großer Zahl und ohne Rückzugsmöglichkeit untergebracht. Manche von ihnen gruben sich Erdlöcher, um irgendwo für sich ein ruhiges Plätzchen zu haben. Die Hunde standen voll unter Stress, so dass wir uns kaum trauten, einen von ihnen zu streicheln, ohne eine Beißerei zu provozieren. Viele drängten sich ans Gitter und bettelten um Aufmerksamkeit, andere verkrochen sich. Sie waren ohne Hoffnung und hatten schon mit allem abgeschlossen. Manche hatten Bißwunden, auf die wir die Pfleger erst aufmerksam machen mussten. Die "Behandlung" sah so aus, dass ihnen einfach irgendein grünes Zeugs in die Wunde gesprüht wurde.
Hinter den Gehegen befinden sich Verschläge, zu denen man aber nur gelangt, wenn man die Gehege durchquert, was die Hunde wiederum in Stress versetzen würde, so dass wir auch davon abgesehen haben. Welche Hunde sich dort noch verkrochen haben mögen, können wir also gar nicht sagen. Es mangelt dort wirklich an allem. Allein schon die Futter- und Wassertröge sind eine einzige Katastrophe. Das Trinkwasser ist schmutzig, weil die Wassertröge in leerem Zustand auch als Liegeplätze genutzt werden. Die wenigen Hundehütten werden von den Stärksten besetzt. Eine kleine Fellnase hat keine Chance, bei Regen, Kälte oder Hitze irgendwo Unterschlupf zu finden.
Vor allem die medizinische Betreuung kommt dort viel zu kurz. Auffällig waren neben den Bissverletzungen, die man nur auf unser Drängen hin "behandelt" hat, die vielen Hunde mit Hautveränderungen und schon chronischen Bindehautentzündungen. Die wenigen Medikamente, die wir bislang gespendet bekommen haben, sind leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Hier besteht also großer Bedarf.
Rosi und ich bekamen dann die undankbare Aufgabe, Hunde für den nächsten Transport auszusuchen. Eigentlich möchte man ja alle mitnehmen. Stattdessen muss man gucken, welche Hunde sich leicht vermitteln lassen. Also möglichst klein, höchstens mittelgroß, und hell. Keine Schäferhunde, keine schwarzen Hunde. Irgendwie haben Rosi und ich das aber nicht lange durchgehalten. Und so hielten auch eine tolle Mini-Schäferhündin, eine entzückende schwarze Pöttöm und zwei Streifenhörnchen namens Fanny und Tigris Einzug in eine neue, erst vor kurzem gebaute Zwingeranlage.
Elke hat dann noch eins draufgesetzt und einen Hund ausgesucht, bei dem man vorn kaum von hinten unterscheiden kann. Der arme Kerl wird in seinem ganzen Leben noch keine Bürste gesehen haben.
Da ich ja nun schon einige Hunde ausgesucht hatte, die nicht unbedingt in das Vermittlungsraster passen, habe ich mich einfach nicht getraut, auch die überaus sanfte, ausgesprochen freundliche Schäferhund-Mischlingshündin aus dem ersten großen Gehege noch reservieren zu lassen. Ich habe noch immer ihren bettelnden Blick vor Augen, der zu fragen schien, warum ich sie denn nicht mitnehmen will...
Wenn jemand Interesse an ihr hat, dann bitte schnell melden!!!
Als das Personal schon längst gegangen war, sind wir noch einmal in Ruhe durchs Tierheim gegangen. Zum Glück, denn dabei entdeckte Elke einen kleinen schwarzen Junghund, den sie dort schon im Februar gesehen hatte. Und als wir so vor seinem Verschlag standen, kam ein kleiner, blinder Wuschelhund aus der Hütte heraus. Und das Schöne ist: Die Interessentin für Bogi hat sich spontan entschieden, dieser armen Maus ein Zuhause zu geben!!!
Für diesen armen Kerl, dem man, um ihn noch gefährlicher aussehen zu lassen, einfach die Ohren abgeschnitten hat, gibt es wohl keine Hoffnung auf ein schönes Zuhause. Sein Blick sagt mehr als tausend Worte...
Nach einer kurzen Stippvisite zu Gabors traumhaftem Anwesen, bei dem wir dann auch gleich Pofi (siehe unter Notfälle) einen Besuch abgestattet haben, ging es dann in ein nettes ungarisches Restaurant zum Essen. Um Mitternacht lagen wir dann endlich im Bett. Leider war die Nacht wieder viel zu kurz, denn am nächsten Morgen mussten wir schon um 5.00 Uhr in Cegléd sein.
Als Abfahrtzeit war 7.30 Uhr vorgesehen. Kurz vor 7.00 Uhr erschien dann auch Gabor mit zwei Helfern und den Hunden aus Kecskemet. Einer nach dem anderen wurde herangetragen, mit Halsband versehen und in die jeweils für ihn vorgesehene Box gesetzt. Als dann die letzten beiden Hunde gebracht wurden, glauben wir, unseren Augen nicht zu trauen: Es waren die falschen! Wo um Himmels willen waren Mano und Judy?? Das Team von Perrera drängte zum Aufbruch. Sie waren ohnehin schon zu spät dran. Und eine einfache Fahrstrecke von Cegléd nach Kecskemet beträgt 40 Autominuten. Wir standen alle kurz vor einem Nervenzusammenbruch. Aber Gabor hat das Unmögliche möglich gemacht, ist zurückgefahren und hat uns Mano und Judy hinterher gebracht. Er muss wie der Teufel gefahren sein...
Es versteht sich wohl von selbst, dass wir die beiden "falschen" Fellnasen für den nächsten Transport vorgemerkt haben. So kurz vor dem Ziel...
Nach einem kurzen Zwischenstopp hinter der ungarischen Grenze, wo wir die Hunde vom TSV Bubastis und einer österreichischen Auffangstation übernommen haben, ging die Reise weiter gen Heimat. Zwischendurch immer mal wieder unterbrochen zum Wässern der Hunde oder weil die neuen Besitzer/Pflegestellen an den Raststätten auf die Übergabe ihrer Vierbeiner warteten.
Übrigens: Die kleine Lina, die jetzt schon in ihrem neuen Zuhause ist, ist eine ganz Schlaue. Lina hat in ihrer Box so viel Lärm gemacht, dass wir sie kurzerhand mit ins Führerhaus genommen haben. Dort hat sie dann quer über Elke und Rosi langgestreckt seelig geschlafen. Und auch der kleine Fips hat uns in Atem gehalten. Während der Fahrt hat er sich aus seiner Box (keine Ahnung, wie er das angestellt hat) befreit und auf den Boxen Turnübungen veranstaltet. Erst als wir ihn in eine große Box zu drei Welpen getan haben, hat er Ruhe gegeben. Dort hat er sich sichtlich wohlgefühlt.
Irgendwann auf der Rückfahrt habe ich dann doch wieder weinen müssen, diesmal aber vor Lachen. Rosi hatte schon seit einiger Zeit darüber geklagt, dass ihr das Gehen Probleme bereite. Irgendwie würde sie jeden Stein fühlen, ihre Fußsohlen würden so weh tun. Na, und auf einer Raststätte haben wir dann des Übels Kern entdeckt: Rosi hatte sich ihre Schuhsohlen buchstäblich abgelaufen, und zwar beidseits! Ich glaube, es hat mindestens eine Viertelstunde gedauert, bis ich mich wieder eingekriegt habe.
In Höhe Kassel wartete uns dann Regina, das Frauchen von Lolly, mit Mann und Freundin mit frisch gebackenem Kuchen, Selter, Kaffee und einem Osterhasen für jeden auf. Auch das frische Wasser für die vielen Fellnasen hatte sie nicht vergessen. Vielen Dank, liebe Regina! Und wir freuen uns, dass Du jetzt auch bald zum Team gehörst!!!
Vor dem Elbtunnel wartete dann der obligatorische Stau auf uns, der unsere Zeitplanung dann völlig über den Haufen warf. Fast eine Stunde haben wir gestanden. Nichts ging mehr. Statt um 2.15 Uhr trafen wir um 4.30 Uhr in Süderbrarup ein. Wir haben dann noch mit Hilfe von Team-Mitgliedern, die in der Pension auf unsere Ankunft gewartet haben, die Hunde, die noch auf ein Zuhause warten, in ihre Unterkünfte gebracht. Als ich um 6.00 Uhr morgens endlich nach Hause kam, war ich fix und fertig.
Wie sagte Rosi am Sonntagmorgen doch so schön: So etwas ist nix für Leute in unserem Alter. Na ja, Rosi und ich überlegen schon, wann wir das nächste Mal mitfahren...
Ich habe an diesem Wochenende so viele wunderbare Hunde kennengelernt, die trotz allem, was ihnen widerfahren ist, nichts von ihrer Zuneigung zu uns Menschen verloren haben. Keiner von ihnen ist jemals so gut behandelt worden wie unsere Hunde hier. Und trotzdem hat jeder einzelne von ihnen so viel Liebe zu verschenken. Für mich steht fest: Bei mir werden nur noch Ungarn einziehen. Und ich werde weiter darum kämpfen, das man den Tieren dort mit mehr Achtung begegnet. Und vor allen Dingen endlich die Tötungsstationen schließt. Das ist tiefstes Mittelalter und einem Land, welches zur Europäischen Union gehört, ganz und gar unangemessen.
Dagmar Sieg




























