Grüße von Kisha
Grüße aus dem neuen Zuhause von Lakisha, ehemals Erin
Hallo Leute, ich bin zwar noch keine 2 Wochen in meinem neuen Zuhause, aber mein Leben hat sich grundlegend geändert. Es ist einfach nur noch toll!
Sicher erinnert ihr euch noch an mich. Ich bin die kleine zarte schwarze Junghündin, die vor fast genau einem Jahr in das Tierheim in Kecskemét gekommen ist. Damals war ich gerade mal 4 oder 5 Monate alt. Weil ich schwarz wie die Nacht bin und auch aus Unsicherheit die Menschen nur verbellt habe statt zum Streicheln an den Zaun zu kommen, wollte mich niemand haben. Wie dumm das von mir war, weiß ich jetzt, denn es gibt auch supernette Menschen. Einer davon ist mein neues Frauchen, das mich nun endlich aus dem Tierheim befreit hat.
Ich bin am 9. Mai hier in Deutschland angekommen. Und natürlich hatte ich ganz schreckliche Angst, nachdem man mich eingefangen und in eine kleine Kiste gesteckt hatte, die dazu auch noch in einem fahrbaren Haus stand, das Krach machte und mich durchschüttelte.
Da mein Frauchen wusste, dass ich sehr ängstlich bin, hat sich mich sehr vorsichtig und sanft behandelt. Nach der Ankunft bekam ich erst einmal einen eigenen Raum mit Hütte, Hundebetten und frischem Wasser, damit ich mich von der langen Reise erholen konnte. Frauchen kam dann immer wieder mit leckerem Futter, das sie mir aus der Hand anbot. Zuerst wollte ich aber nicht so nah an einen Menschen herankommen, sondern wollte lieber hungern. Aber dann roch das, was sie anbot, doch zu lecker, so dass ich all meinen Mut zusammennahm und ganz vorsichtig etwas aus der Hand stibitzte. Mann, war das lecker!!! Und weil das so lecker war und ich viel Hunger hatte, wurde ich immer mutiger und fraß nach einer Weile alles, was ich angeboten bekam.
Irgendwann streckte Frauchen dann beim Füttern die andere Hand aus und versuchte, mich ganz sanft unter dem Kinn zu kraulen. Immer bereit sofort wegzuspringen, falls es gefährlich würde, ließ ich das zu und fand sogar bald so viel Gefallen daran, dass ich Frauchens Hand anstupste, wenn sie mit dem Kraulen aufhören wollte. Ich glaube, darüber hat sie sich sehr gefreut, denn sie sprach ganz lieb mit mir und zeigte mir dann, dass auch das Streicheln und Kraulen an anderen Stellen ganz toll sein kann und gar nicht weh tut.
Abends durfte ich zuerst die neuen Hundekumpel kennen lernen und dann mit ins Haus. Die Kumpel – bis auf einen Kerl alles Weiber - sind alle seeehr nett und erzählten mir, dass es hier sehr schön ist und niemand etwas entbehren muss. 4 von ihnen kommen übrigens wie ich aus Kecskemét, sind aber schon länger da.
Im Haus gibt es eine Menge wunderbar weiche Hundeplätze, so viele, dass immer für jeden ein Platz zu finden ist und wir uns nicht darum streiten müssen. Auch Futter bekommt jeder in einem eigenen Napf. Das ist zwar ungewohnt, aber ich habe schnell gelernt, nicht aus den fremden Näpfen zu stibitzen, denn es gibt immer genug Futter.
In den nächsten Tagen lernte ich dann das Grundstück kennen. Das ist zwar auch mit einem hohen Zaun umgeben wie unser Gehege im Tierheim, aber es ist sauber und riecht gut nach Erde und Natur. Das Allerbeste aber ist das Gras, das dort wächst. Ich wusste zwar gar nicht, dass es das gibt, aber ich wusste instinktiv, dass man es fressen kann, und das tue ich nun ausgiebig.
Wenn wir nicht fressen oder schlafen, laufen wir durch den Garten, spielen ein bisschen miteinander oder liegen einfach im Gras und relaxen. Und mindestens einmal am Tag beteilige ich mich an der großen Schatzsuche. Da buddeln dann Lany, Lucy, Thoba und ich abwechselnd an einem großen Loch. Das macht echt Spaß und jedes bisschen Sand riecht unterschiedlich. Wenn wir dabei kleine Ästchen finden, schnappe ich mir die und zerkaue sie in ganz winzige „Streichhölzer“.
Wie ihr seht, habe ich durch die Kumpel und mein Frauchen in den wenigen Tagen ganz viel Neues kennengelernt und bin mit meinem jetzigen Leben sehr zufrieden. Ich weiß inzwischen, dass ich Kisha heiße und was das Wort „komm“ bedeutet. Und selbstverständlich halte ich unser Haus sauber, das ist doch Ehrensache!
Nur manchmal habe ich noch ein bisschen Angst, wenn Frauchen etwas von mir möchte, was ich noch nicht kenne. Wenn sie mir dann aber zeigt, dass es gar nicht gefährlich ist und die Kumpel das auch machen, ohne das ihnen etwas passiert, mache ich gerne mit.
So, und nun muss ich mich von dem vielen Erzählen erst einmal ausruhen.
mal sehen, welches Bett gerade frei ist.
Bis bald
eure nun glückliche Kisha








