Tierheim Kecskemét
Hier möchten wir Ihnen das Tierheim Kecskemét vorstellen, welches von uns unterstützt wird.
Kecskemét liegt zwischen Budapest und Szeged, 88 km von Budapest entfernt. Es handelt sich bei diesem Tierheim um eine ehemalige Tötung. Diese wurde stillgelegt. Die eigentliche Tötung wurde zur Quarantänestation umgebaut. Alle Hunde müssen eine zweiwöchige Quarantäne nach der Aufnahme durchlaufen.
In dem Tierheim befinden sich zwischen 200 und 300 Hunden, mal mehr mal weniger. Ein großes Problem stellen hier noch die Zwingeranlagen da. In dem Heim gibt es vier große Ausläufe. Die Hunde laufen dort in Gruppen von 20 Hunden und mehr in den großen Ausläufen. Die Hunde stehen daher unter Dauerstreß. Es gibt nicht genügend Hütten und Rückzugsmöglichkeiten. Die rangniedrigen Hunde graben sich dann Sandkuhlen, damit sie einigermaßen Schutz haben.
Weiter befinden sich in den Gehegen keine Näpfe, sondern große rostige Metalltröge für Futter und Wasser. Diese sind viel zu groß, um sie richtig reinigen zu können. Die Hunde liegen dort drin, also in ihrem eigenen Futter. Von sauberem Trinkwasser kann keine Rede sein.
Langeweile und Beißereien sind hier leider an der Tagesordnung. Da die kleinen Hunde keine Rückzugsmöglichkeit haben, stehen sie permanent unter Streß. Viele Tiere werden dadurch krank oder erleiden schwere Bißverletzungen.
Ein ausreichendes Welpengehege gibt es auch noch nicht. Die Welpen müssen in kleinen Zwingern auf Beton laufen. Nur mit Holzhütte ohne Decken. Vielleicht nur etwas Stroh. Die Welpensterblichkeit liegt in Ungarn bei 60 %, da die Welpen nicht geimpft sind. Infektionskrankheiten und Erfrierungen sind auch hier an der Tagesordnung.
Bereits bei unserem ersten Besuch im Februar 2007 haben wir all dies bemängelt. Es ist noch viel Arbeit. Das schaffen wir nur mit Ihrer Unterstützung. Die Schutzgebühren fließen nach Abzug unserer Kosten wieder zurück an das Tierheim.
Bei dem Besuch im April 2007 wurden wir positiv überrascht. Die ersten neuen kleinen Zwingeranlagen sind gebaut.
Die Größe entsprechen nun deutschen Standards. Denn für die Planung wurde die Hundehalteverordnung von Schleswig-Holstein zugrunde gelegt. Es können sich hier jetzt in den Gehegen Rudel und Gruppen bilden. Wir waren sehr erstaunt, dass nach kürzester Zeit die Hunde, die wir in den neuen Zwinger verbracht haben, zutraulich, anhänglich und sehr menschenbezogen waren. Zuvor mussten sie im großen Gehege eingefangen werden.











