Welpenhausbau 13.09.07 bis 16.09.07
Die Neugier und handwerkliche Begabung meines Freundes Ohle brachte uns auf die Idee, den Bau des Welpenhauses durch unsere Hilfe in Gange zu bringen. Also beschlossen wir kurzerhand auf unseren Weg nach Kroatien einen Bogen durch Ungarn zu fahren. Dank vieler Spenden konnten jetzt die Bauarbeiten beginnen. Zudem hat mich der Zustand des Krankenzimmers schockiert, den ich bei meinen letzten Transporten immer sehr unorganisiert und verschmutzt vorgefunden hatten.
Dafür hatte ich im Vorfeld schon Spenden gesammelt. Ich bekam von Superbarbara eine Riesenmenge an Medikamenten und ausgedienten Erste Hilfe Kästen. Auch meine vorigen Kollegen wurden sofort tätig und spendeten Verbandmaterial, aussortierte Pinzetten und Nahtmaterial, ja sogar Kittel. Vielen Dank dafür. Dort angekommen lachte uns zwar die Sonne entgegen, aber uns war schnell nicht mehr zum Lachen zu Mute.
Es waren katastrophale Sterbequoten von Welpen zu verzeichnen, das Tierheim so überfüllt, das jeder freie Raum genutzt wurde, um kranke Tiere zu retten. Leider haben es in dieser zeit viele Welpen nicht geschafft.
Auch unser kleiner Schatzi, der so gekämpft hat, musste über die Regenbogenbrücke gehen.
Trotzdem haben wir uns nicht entmutigen lassen und versucht zu helfen wo es geht. Das Krankenzimmer wurde komplett ausgeräumt und mit Chlor einer Komplettreinigung unterzogen. Ich habe mir durch den Gestank sicherlich keine Freunde gemacht, aber „wat mut dat mut“. Dann wurden alle Schränke geschruppt und durchsortiert. Danach alles systematisch wieder einsortiert.
Pünktlich nach getaner Arbeit kam der Tierarzt, der sich voller Interesse die Spenden anschaute und sich sichtlich über die Ordnung freute. Alles kam gleich zum Einsatz, denn die Narbe eines Hundes war nach einer vorigen OP nicht richtig zusammengewachsen und musste komplett neu versorgt werden. Der Arme hat eine fast 25cm lange Narbe am Brustkorb, nachdem ihm ein bösartiger Tumor entfernt worden ist.
Ich hoffe, er schafft es noch aus dem Tierheim bevor er an Krebs stirbt. Leider ist er ein Listenhund, und somit kaum Chance auf Vermittlung.
Währenddessen hat mein lieber Ohle sich mit den Plänen des Baus vom Welpenhaus durch Gabor vertraut gemacht. Das Baumaterial war bestellt, aber leider noch nicht geliefert worden.
Es war aber genug zu tun: Zuerst musste ein Zaun das große Gehege von dem zukünftigen Welpenhaus trennen. Jetzt denken bestimmt viele: na ja, Zaun bauen, können die das nicht selber?? Sicherlich, aber das Ganze entwickelt sich als äußert schwierig, wenn einem stets 20 Hunde bei der Arbeit um die Füße wuseln. So ist eine Person fast immer damit beschäftigt Hunde fernzuhalten oder abzulenken.
Von außen ein sehr lustiges Bild. Zum Arbeiten sehr zeitraubend. So haben wir es in dieser Zeit auch nur geschafft den Zaun zu errichten , das Welpenhaus zu entstauben und vorzubereiten für die Dämmung und den weiteren Ausbau. Auch die Probleme mit dem Server vor Ort machten uns zu schaffen, da aus Ungarn fast eine Woche lang keine E-Mails nach Deutschland gegangen sind.
So wurde die Übertragung von Bildern zu einer 5- stündigen Aktion ohne Erfolg, ich glaube manche Bilder sind bis heute nicht angekommen. Sehr frustrierend, für solche Arbeiten soviel Zeit opfern zu müssen. Für uns war dann vorerst nichts mehr zu tun, da erst Drainagerohre verlegt werden sollten und so sind dann Sonntag nicht ganz zufrieden mit unserer Leistung ( wir hätten gerne mehr geschafft) in den wohlverdienten Urlaub gefahren.
Ich bin schon gespannt auf die Fortschritte bei der nächsten Tour am 5.10. möchten wir uns auf diesem Wege noch einmal ganz herzlich bei Kati für ihre Gastfreundschaft bedanken. Bis bald!
















