Würmer
Hunde können grundsätzlich von vielen Würmern befallen werden: Bandwürmer, Hakenwürmer, Peitschenwürmer, Spulwürmer, Gurkenkernbandwürmer, Fadenwürmer. Wir möchten die verschiedenen Arten hier nicht näher erläutern, da sie für den Hund in der Regel nicht gefährlich sind und nur bei starkem Befall (durch z. B. ein geschwächtes Immunsystem) Krankheitssymptome verursachen und zu Problemen führen können. Ein Ausnahme bildet der Herzwurm.
Da viele Würmer auf den Menschen übertragbar sind, ist es trotz ihrer relativen Ungefährlichkeit wichtig, den Hund regelmäßig zu entwurmen. Insbesondere wenn Kinder oder immunschwache Menschen im Haushalt leben, muss das Übertragungsrisiko so gering wie möglich gehalten werden.
Dort, wo viele Hunde auf engem Raum zusammen leben müssen, ist eine großflächige Wurmfreiheit praktisch nicht umsetzbar. Aus diesem Grund bekommen die Hunde, bevor sie nach Deutschland reisen, alle nochmals eine Wurmkur. Sie sollten jedoch insbesondere nach der Ankunft aus Ungarn oder Rumänien auf Wurmbefall achten und gegebenenfalls nachbehandeln!
Filariosis oder Herzwurm
Die Herzwurmlarve wird durch einen Stich bestimmter Mücken übertragen und reift dann im Hund zur sogenannten Dirofilaria heran. Sie setzt sich zunächst in den Blutgefäßen der Lunge fest und kann dann in die Herzgefäße einwandern. Da sie bis zu 30cm lang werden kann, verursacht sie dort einen erheblichen Blutstau. Dirofilaria kommt vor allem in Mittelmeerländern, den Balkanländern, Frankfreich und Amerika vor und verbreitet sich hier immer mehr. Eine Ansteckung von Hund zu Hund oder Hund zu Mensch kann ausgeschlossen werden.
Die Symptome des Befalls setzen erst Monate nach der Infektion ein und äußern sich zunächst in allgemeiner Schwäche und Gewichtsverlust. Wandern die Würmer ins Herz, können bei starkem Befall Herzstörungen bis hin zum Herzversagen sowie Leber- und Nierenstörungen und Blutarmut hinzu kommen. Der Urin färbt sich rot. Unerkannt oder zu spät behandelt, führt ein starker Befall meist zum Tod.
Herzwürmer können durch Wurmmittel wirkungsvoll bekämpft und abgetötet werden. Allerdings darf mit dem Einsatz nicht gewartet werden, bis sich die ausgewachsenen Würmer in der Lunge festgesetzt haben, denn die absterbenden Würmer verstopfen die Blutgefäße und verursachen so gefährliche Embolien und Thrombosen. Von daher ist eine regelmäßige und rechtzeitige Entwurmung notwendig, um Herzwürmer noch im Larvenstadium nebenwirkungsfrei zu bekämpfen. Für massive Fälle bleibt nur die offene Herzchirurgie mit mechanischer Entfernung der Würmer. Risiko und Kosten sind hoch.





