Aktuelle Meldung
Sind Tierschutztransporte bald nicht mehr möglich?
Der Text, den Sie gleich lesen werden, ist eine Kopie der Petition, auf die wir aufmerksam machen wollen, denn die Sachlage betrifft auch unsere Transporte vom Tierschutz-Zentrum in Ungarn nach Deutschland.
Hier finden Sie den Link zur nachgenannten Petition mit der Bitte den Tieren zu helfen!
Alles, was wir uns wünschen, ist, dass Sie sich mit dem Thema kurz vertraut machen und dann die Petition gegebenenfalls unterzeichnen und teilen, denn je größer die Teilnahme ist, desto wahrscheinlicher kann noch etwas bewirkt werden.
Und hierum geht es in diesem Fall:
Das Europäische Parlament sollte eine Ausnahme von der Fahrtenschreiberpflicht für den Transport von Hunden und Katzen zulassen.
Begründung
Wir, Tierliebhaberinnen und Tierliebhaber innerhalb und außerhalb der EU, haben festgestellt, dass ab dem 1. Juli 2026 der internationale Straßentransport von Hunden und Katzen zur Rettung und Adoption durch die Verpflichtung zum intelligenten Fahrtenschreiber für leichte Nutzfahrzeuge praktisch unmöglich wird.
Zehntausende Tierschützer und Tierschützerinnen in der EU setzen sich dafür ein, Millionen von Streuner zu retten, die mit Misshandlung, extremen Wetterbedingungen, Hunger und Krankheiten konfrontiert sind – oder in Tierheimen landen, wo sie aufgrund von Überfüllung oder fehlender Versorgung sterben könnten.
Unsere ehrenamtliche Arbeit wird vom Europäischen Parlament als gewerbliche Tätigkeit eingestuft und unterliegt daher denselben EU-Gesetzen und Vorschriften wie der Handel mit Nutztieren durch multinationale Unternehmen.
Streuner werden in der aktuellen EU-Gesetzgebung – und auch in der neuen – bislang nicht berücksichtigt.
Die EU-Transportverordnung (EG) Nr. 1/2005, die auch für uns gilt, ist auf das Tierwohl von Nutztieren während langer Transporte ausgerichtet, meist mit dem Ziel der Schlachtung. Unsere Tiere hingegen gehen einem besseren Leben entgegen, müssen jedoch unnötig länger transportiert werden, um diese Vorschriften für Schlachttiere einzuhalten. Das Wohl von Hunden und Katzen während des Transports scheint dabei von untergeordneter Bedeutung zu sein.
Ab dem 1. Juli 2026 wird es im Rahmen des EU-Mobilitätspakets für gewerbliche Transporte mit Nutzfahrzeugen ab 2.500 kg verpflichtend, einen intelligenten Fahrtenschreiber einzubauen. Diese Grenze liegt derzeit noch bei 3.500 kg. Unsere Transportfahrzeuge wiegen zwischen 2.500 und 3.500 kg, wodurch wir einen extrem teuren Fahrtenschreiber einbauen müssten und ab dem 1. Juli 2026 zudem die Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten einhalten müssen.
Durch die verpflichtenden Stopps wird der Transport von Hunden und Katzen deutlich länger dauern als nötig. Die Tiere müssen dabei im Fahrzeug bleiben, da wir sie gemäß der Transportverordnung unterwegs nicht ausladen dürfen. Außerdem erlaubt der intelligente Fahrtenschreiber maximal zwei Fahrer, wodurch Transporte beispielsweise von Südeuropa nach Westeuropa nicht mehr möglich sind.
Beide EU-Gesetze lassen sich nicht miteinander vereinbaren. Das EU-Mobilitätspaket betrifft den Gütertransport und berücksichtigt den Transport von Haustieren nicht. Das Tierwohl ist dabei von untergeordneter Bedeutung.
Haustiere sind aber keine Waren!
Wir fordern das Europäische Parlament auf, eine Ausnahme von der Pflicht zum intelligenten Tachographen für den internationalen Straßentransport von Hunden und Katzen zur Adoption zu schaffen.
Helfen Sie uns, ehemalige Streuner weiterhin eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Unterzeichnen Sie die Petition.
Vielen Dank.
Pfotenhilfe-Ungarn Team
Und Team Tierschutz-Zentrum
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