Aktuelle Meldung
Trigger Warnung!
Den folgenden Bericht teilen wir mit Ihnen, nicht um Stimmung zu machen, sondern bitten einfach darum, zur Kenntnis zu nehmen, wozu Menschen fähig sind und was Auslandstierschutz alles beinhaltet.
Bereits am vergangenen Samstag erhielten wir ein verschwommenes Foto, worauf ein Hund zu sehen war, der mit einem Pfeil im Kopf herumirrte, sich jedoch nicht einfangen ließ.
Natürlich geht es einmal mehr um das Gebiet, aus dem wir nur zu oft vernachlässigten und misshandelten Hunden Schutz und Zuflucht gewähren.
In dieser Region sind nicht nur die meisten Bewohner mit einem fragwürdigen Charakter oder eben ganz ohne einen solchen ausgestattet, auch die Behörden halten sich vornehm im Hintergrund, wenn es darum geht Missstände zu beseitigen. Da jedoch das ständige Führen geistiger Duelle mit ganz offensichtlich Unbewaffneten keinen weiterbringt und den Leidtragenden schon gar nicht hilft, machen wir genau das, was so viele andere eben gerade nicht tun.
Wir schauen hin!
In diesem Fall versuchten drei Suchtrupps, mit Netzen ausgestattet, das gesamte Wochenende über dem verschreckten Tier habhaft zu werden.
Leider ohne Erfolg!
Doch dann geschah etwas, womit keiner gerechnet hatte. Halb Ungarn machte sich mobil, um bei der Suche zu helfen.
Keiner bekam auch nur einen Forint für seinen Einsatz, aber die Belohnung, die durch nichts anderes aufgewogen werden konnte, war, dass „Pfeilchen“, wie wir ihn liebevoll nannten, am Mittwochnachmittag endlich gesichert werden konnte.
Die Emotionen, die entstanden als diese Nachricht die Runde machte, kann man sich überhaupt nicht vorstellen.
„Pfeilchen“ wurde auf direktem Weg in eine Klinik gebracht und dort sofort sediert.
Anschließend verloren die Ärzte keine Zeit und haben ein CT veranlasst.
Auf den ersten Blick waren alle erschrocken und entmutigt, da der Pfeil von hinten durch die Stirnhöhle gedrungen war und dies mit einer solchen Kraft und Wucht, dass auch der Oberkiefer durchschlagen wurde und die Spitze kurz vor dem Unterkiefer steckengeblieben war.
Erst bei genauerem Studium der Bildgebung stellten die Ärzte verblüfft fest, dass der Pfeil den Frontallappen des Gehirns minimalst verfehlt hat und beschlossen „Pfeilchen“ zumindest eine Chance zu geben.
Bereits Stunden später bekamen wir die Nachricht, dass die Operation ohne weitere Komplikationen durchgeführt werden konnte und der Pfeil entfernt wurde.
Das Loch im Oberkiefer wurde ebenso vernäht, wie das Loch in der Schädelplatte und der Patient wurde mit Antibiotika und Schmerzmittel gut versorgt.
Gestern Nachmittag erhielten wir die erlösende Mitteilung, dass „Pfeilchen“ keine neurologischen Aussetzer hat und wenn es das Schicksal dieses Mal gut mit ihm meint, darf er vielleicht noch heute im Tierschutz-Zentrum einziehen.
Allen Beteiligten steht ein langer und steiniger Weg bevor, denn zusätzlich zu den körperlichen Wunden muss auch die Psyche wieder heilen.
Im Augenblick ist „Pfeilchen“ so ängstlich, dass er sich in Anwesenheit von Menschen nicht getraut, sein Futter anzurühren.
Was ihm bisher in seinem Leben widerfahren ist können und wollen wir uns nicht vorstellen, aber nun hat er von uns das Versprechen bekommen, dass ihm in seinem gesamten Leben kein Mensch mehr etwas Schlechtes antun wird.
Wir hoffen, dass der arme Kerl irgendwann so weit ist, dass wir ihn in die Rubrik „zu vermitteln“ aufnehmen können, aber bis dahin wird er die allerbeste Pflege und viel Liebe im Tierschutz-Zentrum erhalten.
Pfotenhilfe-Ungarn Team
Und Team Tierschutz-Zentrum
© Pfotenhilfe-Ungarn









