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Amador – Nähe ist keine Selbstverständlichkeit
Amador ist kein Hund, der jeden Tag gleich ist.
Manchmal sucht er die Nähe. Dann lässt er Berührungen zu, genießt Streicheleinheiten und zeigt eine weiche, zugängliche Seite. Und manchmal möchte er genau das nicht. Dann braucht er Abstand und macht deutlich, wo seine Grenze liegt.
Beides gehört zu Amador.
Seit 2021 lebt er im Tierschutz-Zentrum. Einen großen Teil seines Lebens hat er also an einem Ort verbracht, der ihm Sicherheit und feste Abläufe bietet. Und vielleicht ist gerade deshalb eines besonders wichtig, wenn man Amador verstehen möchte, er braucht die Möglichkeit, selbst mitzubestimmen, wie viel Nähe gerade möglich ist.
Amador ist sensibel und vorsichtig. Er beobachtet, wägt ab und entscheidet. Dabei ist er keineswegs still in seiner Kommunikation. Im Gegenteil, er sagt ziemlich deutlich, wenn eine Situation für ihn unangenehm wird. Seine Körpersprache verändert sich, er knurrt vielleicht leise oder zieht die Lefzen hoch.
Für Menschen, die diese Signale wahrnehmen, erzählt Amador sehr viel.
Und genau darin liegt auch etwas Schönes.
Er versucht zunächst zu kommunizieren.
Seine Grenzen ernst zu nehmen, bedeutet deshalb nicht, ihm alles durchgehen zu lassen oder ihn dauerhaft in Watte zu packen. Es bedeutet, ihm Sicherheit zu geben und gleichzeitig Schritt für Schritt Erfahrungen zu ermöglichen, an denen er wachsen kann.
Dabei gibt es durchaus einen Weg zu seinem Herzen – und der führt ziemlich zuverlässig über den Magen. Amador liebt Futter. Das macht nicht nur vieles einfacher, sondern bietet auch eine wunderbare Möglichkeit, Neues positiv aufzubauen und Vertrauen entstehen zu lassen.
Mit anderen Hunden kommt Amador gut zurecht. Die Leine dagegen gehört bisher noch nicht zu seinem Alltag.
Auch hier würde für ihn gelten, nicht einfach machen, sondern erklären, üben und Zeit geben.
Amador braucht keine großen Versprechen und keine Erwartungen daran, wie schnell aus ihm „ein anderer Hund“ werden soll.
Er braucht Verlässlichkeit. Ruhe. Menschen, die hinschauen. Menschen, die seine Grenzen respektieren, ohne ihn darin festzuhalten.
Für ein Leben außerhalb des Tierschutz-Zentrums wünschen wir ihm deshalb hundeerfahrene Menschen und ein ruhiges, eher ländliches Zuhause mit sicher eingezäuntem Garten. Kleine Kinder sollten dort nicht leben.
Amador wird vermutlich nie der Hund sein, der sich jedem sofort in die Arme wirft.
Aber er ist ein Hund mit einer eigenen Sprache, mit klaren Grenzen und mit Momenten echter Nähe.
Hier können Sie Amodor in einem kurzen Video beobachten und hier nähere Informationen zu ihm einsehen.
Wenn Amador nun Ihr Interesse geweckt hat, wenden Sie sich gerne an Gabors Berater Team für weitere Informationen und Fragen.
E-Mail: adoption(ät)pfotenhilfe-ungarn.de
Telefon: 062116622122
Vielen Dank.
Pfotenhilfe-Ungarn Team
& Team Tierschutz-Zentrum
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