Aktuelle Meldung
Jeronimo und das Feng Shui!
Wie jetzt? Nun, lassen Sie sich nicht von dieser Überschrift irritieren, denn wir möchten Ihnen eigentlich nur darüber berichten, wie Jeronimo ins Tierschutz-Zentrum umgezogen ist, und vor allem wie er sich eingerichtet hat!
Und ja, Sie lesen richtig, DAS ist einen Bericht wert!
Also, von Anfang an:
Jeronimo lebte ja bisher im Tierheim in Csongràd und hatte es sich dort angewöhnt, als „Freigänger“ zu leben! Dies bedeutet, das Jeronimo sehr wohl seinen eigenen Zwinger hatte, er es aber viel lustiger fand, diesen nur zu nutzen, wenn es ihm auch wirklich danach war.
Meist also nur zum Schlafen. Die restliche Zeit des Tages brachte Jeronimo nämlich lieber damit zu auf Patrouille zu gehen, sich um das Tierheim drum herum alles anzuschauen, zu kontrollieren ob auch noch jeder Zaun dicht war, die Hecken geschnitten und eben auch, wer denn ab und an mal zu Besuch kam.
Jeronimo empfing auch uns immer, wenn wir Csongràd einen Besuch abstatteten. Freundlich wie Jeronimo nun einmal ist, lief er uns dann entgegen, wedelte wild, liess sich ausgiebig streicheln, und irgendwann streifte er weiter oder sprang wieder zurück ins Innere der Anlage!
Und klar, hatten die dortigen Mitarbeiter einst versucht, ihn so unterzubringen, dass er nicht mehr stiften ging. Allerdings ohne das tatsächlich mit Jeronimo je ausdiskutiert zu haben. So schaffte er es eigentlich immer und immer wieder, und wir meinen, irgendwann ließ man ihn dann auch einfach gewähren.
Bis, ja bis von außen Unmut laut wurde und den dortigen Betreibern nahe gelegt wurde, „ diesen Hund nicht streunen zu lassen“! Die Betreiber witterten Gefahr für Jeronimos Leben, und auch wir hatten ein wenig Sorge, dass das irgendwann nicht nur in Unmut sondern gar böse enden könnte.
Lange Rede kurzer Sinn: Sobald im Tierschutz-Zentrum „Platz geschaffen“ werden konnte, fuhr Gabor nach Csongràd um Jeronimo abzuholen. Dieser stand natürlich schon freudig vor der dortigen Tierheim-Türe, begrüßte Gabor wie jedes Mal und als er hörte, dass er mit durfte zwecks Umzug, stieg er auch sofort selbstständig in Gabors Auto und freute sich augenscheinlich auf diese neue Unterkunft!
Gabor, dem klar war, dass Jeronimo nun ein wirklich absolut ausbruchssicheres Gehege erhalten musste, nahm ihn also zuerst in ein Innenbereich-Gehege, da hier die Wahrscheinlichkeit des „Türmens“ eigentlich unter 0 % lag!
Der hübsche Rüde schaute auch gleich zu Beginn seines Einzuges etwas beleidigt, ließ sich aber weiterhin erst einmal nichts anmerken. Die erste Nacht verging und Gabors erste Weg am darauffolgenden Morgen war zu Jeronimo! Tja und was meinen Sie, wo dieser war?
Natürlich nicht IN seinem Zwinger, sondern im Gang, also außerhalb seines Zwingers, lustig am Spazieren und allen dort weiteren, untergebrachten Hunden Guten Morgen sagend! Das Hallo der anderen war auch groß und so war schon früh morgens mächtig was los :-)
Gabor war fassungslos und wenn wir Ihnen ein Geheimnis verraten dürfen, er fragt sich eigentlich auch bis heute, WIE nur WIE Jeronimo es geschafft hatte, die Verriegelung der Zwingertüre zu öffnen!
Wir fragen uns das auch, denn wir bekommen diese Verriegelung kaum von Menschenhand auf, so schwer lässt sich der Riegel nach oben drücken, aber gut. Zurück zu Jeronimo.
Dieser hatte also offensichtlich eine Menge Spaß und verstand es auch nicht wirklich, warum man ihn nicht weiter entlang des Gangs spazieren ließ, sondern dass er wieder zurück in sein neues Reich gebracht wurde!
Bevor die zweite Nacht anbrach, verriegelte Gabor nun die Türe noch einmal extra und machte mit sich selber Wetten, dass NIEMAND hier einfach so den Riegel öffnete, zumindest kein Hund! Und wissen Sie was? Er sollte Recht behalten!
Womit er allerdings nicht gerechnet hatte, war, dass Jeronimo das auch verstand und sich daher eben auf andere Art und Weise arrangierte. Jeronimo ahnte, dass dies fürs Erste seine neue Bleibe sein sollte. Daher dachte er nach und beschloss, sich ganz nach der Methode des Feng Shui einzurichten!
Hierzu musste erst einmal sauber gemacht werden! Er fand das vorhandene Wasser im Napf zwar etwas wenig, nichts desto trotz schüttete er, so kräftig er konnte, zog und zerrte die Schüssel in alle Ecken damit auch wirklich alles rein war.
Er schleppte sein Körbchen von hinten nach vorne, denn er fand, wenn er vorne lag, war er doch viel mehr am Geschehen beteiligt und heller war es auch! Er legte die Decke an eine andere Stelle, denn auch die Idee mehrere gemütliche Liegeplätze zu haben gefiel ihm.
Als er schließlich mit der großen Umbau-Aktion fertig war, betrachtete er zufrieden sein Werk und legte sich ausgeglichen zum Schlafen nieder!
Gabor wiederum traute am folgenden Morgen erneut seinen Augen nicht! Sein Plan des Nicht-Entkommens war gelungen, aber dass Jeronimo einmal den kompletten Zwinger innen neu gestaltet, damit hatte er ebenfalls nicht gerechnet!
Dieser lustige und besonders gesellige Rüde brachte Gabor schon am frühen Morgen ein Lachen ins Gesicht! Und ob Sie es glauben oder nicht, seit dieser Feng-Shui Methode von Jeronimo hat dieser kein Interesse mehr gezeigt auszubrechen oder Patrouille laufen zu wollen.
Offensichtlich hat er nun nach eigenem Einrichtungs-Ideal sein persönliches „Zen“ gefunden! Und wer meint, wir würden solche Geschichten zur Unterhaltung oder zur Erheiterung erfinden, der täuscht sich, denn diese Geschichte ist wahr, und sie ist Jeronimos Geschichte!
Was meinen Sie nun, können Sie etwas mit Feng Shui anfangen? Mögen Sie schöne Innenausstattungen und einen Hund der sich hiermit wunderbar auskennt? Dann melden Sie sich, wir nehmen noch Ausstattungsaufträge für Jeronimo an!
Pfotenhilfe Ungarn Team & Team Tierschutz-Zentrum
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