Ein Gedicht für Mara
Für Mara......
Du schrottest Spielzeug, im Minutentakt
Hast mir so oft schon in den Flur gekackt
Willst jagen gehen, und Katzen essen
Spielst Du mit Hunden, hast Du mich vergessen.
Bist drinnen lieb doch draussen dann,
fängst Du sehr gern Theater an.
Jegliche Erziehung die genossen
Ist draußen wie davongeschossen.
Erst neulich fand ich in den Hecken
Verwesten Pansen, wohl vergessen.
Und ich wenn ich sag, „Ich will jetzt nicht“,
grunzt Du mir zärtlich ins Gesicht.
An manchen Tagen, muss ich sagen
fühl ich mich ganz und gar erschlagen.
Den halben Tag mit Dir getobt
Und Dich zum Himmel hoch gelobt.
Dann bin ich müde doch Du willst mehr
Der Kopf ist leer, die Beine schwer.
Doch Du sitzt da und schaust mich an,
so dass ich gar nicht anders kann.
Drum schnell die Leine aus der Truhe
Und Du bringst mir verkaute Schuhe.
Bist rüpelig und oftmals frech
Doch der Erfolg, der gibt uns Recht.
So anstrengend Du gerade bist
Mein lieber Hund sei Dir gewiss
Für mich bist Du, so wie ich’s sage
Der tollste Wuffel, keine Frage.
So ist das mit der Pupertät,
genervt zu sein von früh bis spät.
Als Hundemutti hat man‘s schwer
Als „Rüpel“-Mutti noch viel mehr.
Man sagt, die Phase wird vergehn
Mit 3-4 Jahren, wirst schon sehn.
Dann sitz ich hier und freu mich prompt
Wenns Töchterchen ins Rüpeln kommt.
Hast Du mich lange schon gelehrt
„Nimms mit Humor“, ist nicht verkehrt.
Und wenn wir abends, Du noch fit,
dem Couching fröhnen, meist zu dritt,
und Deine hellen Bernsteinaugen
so voller Liebe an mich glauben.
Dir wieder einfällt was gelernt,
kein Meter heut von mir entfernt.
Und wenn ich sehe wie Du reifst
Wenn Du ne tote Maus anschleifst.
Trotz all dem Chaos das Du machst
Es trotzdem immer wieder schaffst
Dem Augenblick den Glanz zu geben,
ihn unterstreichst, den Sinn zu Leben.
Wenn Du schlafend bei mir liegst
Dich ganz nah an die Beine schmiegst
Und ich zurück denk wie es war
Als ich Dich am Rasthof sah.
So voller Angst und voller Scheu
Es war für Dich ja alles neu.
Und heute nach so kurzer Zeit
Bist Du, mein treuer Freund so weit
Dass ich mit Stolz behaupten mag
Es wird besser, Tag für Tag.
Drei Schritte vor, und zwei zurück,
ist unser Weg zum großen Glück.
Das ist nicht schlimm, haben wir beide
die Zeit doch wohl auf unsrer Seite.
Und manchmal
Wenn Du vor mir stehst
Und nicht von meiner Seite gehst
Kann ich nicht mehr, als zu bestaunen
die Bernsteinäuglein, diese braunen.
So voller Liebe schauen sie mir
Direkt ins Herz, Du Rüpeltier.
Dann ist vergessen was mich lähmte
Seit vielen Jahren, schmerzlich grämte.
Dann spüre ich das große Glück
Ich geb Dich niemals mehr zurück.
Als Du noch drüben hinter Gittern,
gesessen hast, und welch ein Zittern
meinerseits, die Angst dass Dir
etwas passiert, geliebtes Tier.
Da habe ich Dir Nacht für Nacht
Dein leeres Körbchen warm gemacht
Und in Gedanken das Versprechen
Das ich niemals werde brechen.
Das Körbchen das hier steht bereit
Wird Deines sein, für alle Zeit.
Du bist zu Hause- wirst geliebt
Es ist mein Glück dass es Dich gibt.
In Liebe, Deine Familie...








