grüße von julie
Hallo ihr Lieben,
ich bin Julie, ein 7 Jahre alter Yorkshiremix und am 19. Oktober 2024 mit dem Transport aus Ungarn zu meiner neuen Familie gebracht worden. Seitdem sind fast vier Monate vergangen und da wollte ich mal ein bisschen berichten, wie es mir seitdem so ergangen ist.
An meine neue Familie habe ich mich super schnell gewöhnt und sie sind alle sehr freundlich und lieb zu mir, bis auf ein paar kleine Missverständnisse beim Geschäftchen machen, weswegen mein Frauchen immer ein Gesicht zog, das ich überhaupt nicht an ihr mag. Anfangs dachte ich ja, ich darf z. B. pinkeln, wohin ich wollte und am liebsten natürlich auf einen weichen Teppich und im Warmen, da es ja noch Winter ist. Ich war danach dann immer sehr verunsichert und auch etwas schuldbewusst, denn eigentlich wollte ich ja alles richtig machen, wusste aber nicht wie. Aber nun hab ich’s kapiert: Pipi und große Geschäfte werden immer nur „draußen“ erledigt.
Es gibt nur eine Sache, die mir gewaltig gegen den Strich geht: nämlich, dass ich ständig zum Tierarzt geschleppt werde. Ich sag‘s euch: Die pieken und stechen andauernd. Frauchen meint, ich soll mich nicht so haben, es wäre ja erst zweimal gewesen. Trotzdem – scheußlich!
Wenn wir zusammen Gassi gehen, dann habe ich riesigen Spaß. Sehr oft darf ich dann in den Weinbergen ohne Leine toben und dort treffe ich manchmal auch andere Hunde und sage ohne Scheu „hallo“ zu jedem – egal welche Größe. Mein Frauchen rollt dann immer mit den Augen und ruft mich mit einer sich überschlagenden Stimme, die einem richtig im Ohr wehtäte, wenn ich nicht schon weit weg wäre. Aber nicht umsonst steckt ein kleiner Terrier in mir und das heißt, sagt mein Frauchen: Tatendrang und Selbstbewusstsein bis manchmal zur Selbstüberschätzung. Sie schnauft und fuchtelt und ruft, ist dann aber heilfroh, wenn ich wieder putzmunter zu ihr renne. Dann bekomme ich ein kleines Leckerli als Belohnung und bin dann aber leider sofort wieder an der Leine. Natürlich passiert nichts, denn vor einem großen Kaliber (die alle brav an der Leine gehen) stoppe ich so ungefähr ca. 2 – 3 m um die Lage zu checken. Und wenn mir das mögliche Zusammentreffen nicht gut täte, würde ich ja sofort zurück sausen. Ich bin ja nicht doof, ich verstehe doch die Hundesprache! Aber die Kumpel so in meiner Größe sind mir ehrlicherweise doch auch lieber – wenn das Abenteuer nicht locken würde.
Also – was ich euch eigentlich sagen wollte: Mir geht’s super gut und es gefällt mir sehr bei meiner neuen Familie. Ich hab‘ die alle ziemlich im Griff …
Und ich hoffe, dass bald alle ein schönes neues Zuhause finden werden.
Wenn’s was Neues gibt, melde ich mich wieder. Bis dahin …
Eure
Julie






