Familie Bärwald mit Bandzsi&János
Wie alles begann:
Wir hatten einmal zwei Hunde aus dem Tierheim in Ladeburg. (Musik wie: "Ich hatte mal eine Farm in Afrika…)
Fidel und Castro haben wir sie getauft. Zwei schwarze Wuschel aus schlechter Haltung. Doch unser Glück währte nicht lang. Schon kurz nach der Übernahme erkrankten die beiden Brüder an Krebs. Fidel hatte es besonders schlimm erwischt. Nach 5 Operationen mussten wir von ihm Abschied nehmen. Da sein Bruder so sehr trauerte – Castro lief taumelnd durch den Garten – haben wir uns schnellstmöglich auf die Suche nach einem neuen Kumpel für ihn gemacht.
Aus dem Kumpel ist dann eine Kumpeline geworden. Die Wahl fiel auf Bandzsi von der Pfotenhilfe Ungarn. Sie schaute auch schon so keck aus auf dem Foto im Internet. Und dann ging alles eigentlich sehr schnell. Vorkontrolle, etliche Telefonate, Katzenverträglichkeit… etc.
Eine Woche später haben wir Bandzsi in Hannover abgeholt. Ängstlich wäre sie, aber freundlich. Perfekt! Das kriegen wir hin. Steffi holte dann Bandzsi aus der Transportbox – versuchte es mit ganz viel Geduld. Bandzsi schrie und schrie! Sie konnte ja auch noch nicht wissen, dass wir es gut mit ihr meinen. Ich dachte nur: "Oh jeh, wenn das mal gut geht." Geschlagene 10 Minuten später hatte ich Bandzsi auf dem Arm. Sie war ja mein Hund. Niki musste fahren und ich lag mit Bandzsi hinten im Transporter im Körbchen. Ab ins Auto und nach Hause zu Castro.
Dem präsentierten wir dann die völlig übermüdete Bandzsi. Husch, husch ins Bett…morgen ist auch noch ein Tag. Die beiden waren sich ziemlich schnell einig. Grundstück muss bewacht werden. Hier kriegt mich keiner mehr weg. Mit Castro ging es zusehends aufwärts. Bandzsi war ein echter Jungbrunnen für ihn. Und Bandzsi orientierte sich an Castro. Geschrieen hat sie nie wieder. Und Lernerfolge stellten sich auch schnell ein. Wenn wir mit ihr schimpfen, verdreht sie immer noch den Kopf und wedelt dabei. Mehr ist eigentlich nicht geblieben. Heute ist Bandzsi so ein richtiger Streber!
Ein Jahr später entdeckten wir im Rachen von Castro auch wieder ein klitzekleines Ding, was da nicht hingehörte. Schnell machten wir einen Termin beim Tierarzt. In der Zwischenzeit hatten wir uns mal wieder überlegt – vielleicht hatten wir auch schon eine Vorahnung – noch einen Hund zu uns zu nehmen. Drei Hunde – so ein richtiges Rudel. Die Wahl fiel auf Janós. Er wurde uns auch wärmstens von Steffi empfohlen. Und er war ein Notfall und schwarz und wuschelig. Ein Grund mehr, ihn zu nehmen. Einen Tag vor seiner Abreise lief er auf drei Beinen und Steffi wollte unbedingt checken, ob er schwerer verletzt wäre. Wir hatten uns doch schon so gefreut. Doch dann ging alles gut und er kam, sah und siegte.
Janós haben wir "eingefroren" übernommen. Steif hing er im Arm von Niki (es war ja sein Hund) und das sollte sich auch an dem Tag nicht mehr ändern. Wir konnten ihn mit Halsband und Leine einfach abstellen und da blieb er auch. Also haben wir ihn mal hier und mal dorthin gestellt, in der Hoffnung, dass er mal macht. Nix passierte. Pullern musste er erst 24 Stunden später. Die Nacht im Haus hatte er auf jeden Fall prima durchgehalten.
Voller Stolz sind wir dann 3 Tage mit 3 Hunden durch den Wald gegangen. Die Welt war für uns in Ordnung. Janós mit Brustgeschirr und frei. Das funktionierte. Er blieb beim Rudel.
Dann kam der Tag der OP von Castro – mit der niederschmetternden Diagnose kurz vor der OP. Der Krebs war schon in die Speiseröhre gewandert. Wir haben ihn dann nicht mehr aufwachen lassen. Das hatte Castro nicht verdient. Ihn "runterzählen" und noch eine Woche rausschinden, kam für uns nicht in Frage.
Da waren es wieder nur noch zwei!
Aber die beiden haben es in sich! Kerngesund können wir die Welt erkunden. Und ein bisschen Fidel und Castro ist auch immer dabei.
Und ob wir noch eine Nummer 3 bekommen steht in den Sternen. Jetzt sind wir erst mal glücklich mit unserer Mäuse-Union.
Aber – man soll ja nie "nie" sagen!!!!
LG,
Ines und Niki









